Modelljahr 1974

Einführung des Gran Torino Elite und der V8 kommt als Serienmotor für alle Torinos.
Hier sehen Sie ein paar Beispielbilder der jeweiligen Modelle:

>>> Modellübersicht <<<

 


Karosserie-Varianten:2-door hardtopCoupe ohne B-Säule
4-door sedan (pillared hardtop)Limousine
4-door station wagonKombi
Modell-Kombinationen:11 Stück
Motoren:302 cid (4.949ccm)V8 Windsor
351 cid (5.752ccm)V8 Windsor
351 cid (5.752ccm)V8 Cleveland
400 cid (6.555ccm)V8 – 335er Serie
460 cid (7.538ccm)V8 – 385er Serie
Getriebe:3-Gang Schaltgetriebe
4-Gang Schaltgetriebe
3-Gang Automatikgetriebe
Radstand:114,0 in (2.896mm) Coupe
118,0 in (2.997mm) Limousine und Kombi
Länge:211,4 in (5.370mm) Coupe
215,4 in (5.471mm) Limousine
222,0 in (5.639mm) Kombi
Breite:79,3 in (2.014mm)
79,0 in (2.007mm) beim Kombi
Leergewicht:3.509 – 4.250 lb (1.592 – 1.928 KG)

 

Im Modelljahr ´74 wurde etwas mehr geändert. Das Gesetzt schrieb vor, dass die Heckstoßstangen auch einen Aufprall von 8 km/h aushalten müssen, so dass diese überarbeitet werden mussten. Die Stoßfänger waren viel größer, quadratischer und etwas weiter unten platziert. Die Rückleuchten waren kürzer, quadratischer und etwas um die Ecken gezogen um die Seitenmarkierungsleuchten zu ersetzen. Der Tankeinfüllstutzen wanderte ebenfalls etwas nach oben. Die Frontmaske wurde auch überarbeitet. Ein neuer Grill, etwas größer und in 8 gleich große vertikale Abschnitte unterteilt. Das überarbeitete Emblem fand auf der linken Seite in „Abschnitt 2“ Platz. Die Parkleuchten waren vertikal montiert in den äußersten beiden Teilen des Grills. Die vorderen Stoßfänger wurden auch überarbeitet. Die so genannten „Bumper Guards“ wanderten etwas zur Mitte im Vergleich zu den ´73 Modellen. Das Nummernschild wanderte auch nach links, also der Fahrerseite. Das Armaturenbrett wurde beibehalten. Den Gran Torino Brougham erkennt man am durchgehenden Rücklicht, welches jedoch in der Mitte nur als Reflektor diente. Brougham Squires (Also Kombi) waren an einem stehenden Emblem auf dem Kühlergrill zu erkennen.

1974 wurden einige neue Funktionen angeboten. Gran Torino 2-Türer hatten die Option „Opera Windows“ (vom Vinyldach umrahmte kleine Seitenscheiben) im Angebot, beim Brougham waren diese Serie. Der Torino wurde immer mehr das Luxus-Fahrzeug. Ein Lederlenkrad, geteilte Sitzbank, elektrisches Schiebedach und vieles mehr. Dekorative Elemente wurden auch überarbeitet. Hier und da ein paar Chromleisten frischten die Optik etwas auf. Die Regierung schrieb außerdem verstellbare Gurte vor, was zwar sofort verbaut wurde, im gleichen Jahr jedoch wieder verworfen wurde. Eine härtere Federung war nicht mehr im Programm, jedoch eine etwas stabilere Aufhängung vorne mit stärkeren Querlenkern und Federn.

Das Modellangebot war das gleiche wie 1973 mit zwei Ausnahmen. Der Gran Torino Sport stand nicht mehr als Fließheck zur Verfügung und der „Gran Torino Elite“ wurde eingeführt. Der Elite wurde eingeführt um den neuen und beliebten Chevrolet Monte Carlo in Schach zu halten. Er galt als Ausweichmodell zum Thunderbird, für die weniger geldige Kundschaft. Der Elite war wirtschaftlich und luxuriös zugleich. Der Elite hatte ein eigenes Blechkleid mit modernerem Design, das in der Tat vom Thunderbird abgeleitet war. Die Scheinwerfer waren mit Chrom eingefasst, Parkleuchten an den äußeren Spitzen der Kotflügel und der Grill war rechteckig mit einer Wölbung nach außen. Die Rückleuchten waren etwas größer und wieder durchgängig. Der Elite wurde ab Werk mit einem 351er Doppelvergaser V8, Automatikgetriebe und Radialreifen ausgeliefert. Standard waren auch Vinyl-Dach, „Opera Windows“, geteilte Sitzbank, edle Westminster Stoffpolsterung, Holzapplikationen und sämtlich verfügbaren Instrumente im Kombiinstrument.

Der Torino hat erneut an Größe und Gewicht zugelegt. Erneut legte der Wagen um rund 5 Zoll an Länge zu. Der 250er Sechszylinder war nicht mehr der Standard-Motor. Die Torinos verließen in der Grundversion die Hallen mit einem 302er Doppelvergaser und 3-Gang Schaltgetriebe. Die 429er und 460er 4-Fach-Vergaser wurde nur noch mit Automatikgetriebe ausgeliefert und waren mit Duplex-Auspuffanlagen ausgerüstet. Der 351er CobraJet bekam rund 7 KW mehr Leistung, bei jedoch 30 NM weniger Drehmoment. Dies war der einzige Motor, in dem das 4-Gang-Schaltgetriebe angeboten wurde und wurde auf 2-Türer beschränkt. Da im Herbst 1973 die Ölkrise war und High-Performance-Autos nicht mehr so gefragt waren, war dies das letze Jahr für den 351er CobraJet und dem 4-Gang-Getriebe.

Der Gran Torino Sport war 1974 nur schwer vom Gran Torino Coupe zu unterscheiden. Sogar beim Sport wurden Opera Windows und Radkappen angeboten. Der Sport hatte jedoch weiterhin das Emblem auf der linken Seite am Kühler und hatte ein paar „Sport“-Embleme unter anderem an der C-Säule und am Kofferraum. Der „Laser Stripe“ war auch nicht mehr im Programm, dieser wurde durch einen kleineren, nicht mehr reflektierenden Streifen ersetzt. Schalensitze waren weiterhin für den Sport erhältlich, gegen Aufpreis auch mit farbigen Streifen. Die Magnum 500er Felgen wurden durch verchromte Räder mit poliertem Zierring und Silber lackierten Speichen ersetzt. Die Gewicht stieg erneut an (um ca. 180 KG im Durchschnitt), die Leistung blieb aber in etwa gleich. Somit kann man von einem Sportwagen kaum noch sprechen.

Trotzdem war es ein erfolgreiches Jahr. 428.086 Einheiten verließen die Hallen, darunter 96.604 Gran Torino Elite.